Mitnanner geiht dat beter.

Mitnanner geiht dat beter.

Für starke Ortsteile und echten Zusammenhalt

Großheide besteht nicht nur aus Straßen, Gebäuden, Gewerbegebiet und Haushaltszahlen.

Großheide lebt vor allem von Menschen, die sich kümmern.

In Vereinen.
Bei der Feuerwehr.
In den Ortsteilen.
In Schulen.
Im Ehrenamt.
In Nachbarschaften.
Und oft ganz leise im Hintergrund.

Genau diese Stärke müssen wir als Gemeinde besser nutzen und besser unterstützen.

Ortsteile stärker einbinden

Ein Punkt ist für mich ganz wichtig: Unsere Ortsteile brauchen mehr Beteiligung.

Großheide ist nicht nur der Hauptort. Großheide ist auch Arle, Berumerfehn, Menstede, Ostermoordorf, Südarle, Westerende, Westermoordorf und die vielen kleineren Bereiche dazwischen.

Viele Dinge merkt man zuerst vor Ort: eine dunkle Ecke, ein kaputter Weg, eine fehlende Bank, ein Problem mit Verkehr, ein Treffpunkt, der fehlt.

Darum möchte ich in den ersten 100 Tagen als Bürgermeister vorankommen bei der Frage, wie wir die Ortsteile besser einbinden.

Ob über Bürgervereine, Ortsvorsteher, regelmäßige Runden oder ein anderes Modell – das muss man sauber klären. Aber der Grundgedanke ist klar:

Die Menschen vor Ort sollen besser eingebunden werden, wenn es um ihren Ortsteil geht.

Vereine fördern – und ein Stück weit auch fordern

Unsere Vereine leisten unglaublich viel. Besonders für Kinder und Jugendliche.

Ob Sportverein, Boßelverein, Feuerwehr, Jugendfeuerwehr, Musik, Kultur oder andere Angebote: Dort lernen Kinder Gemeinschaft. Sie lernen Verantwortung. Sie erleben Regeln, Zusammenhalt und Zugehörigkeit.

Das ist mehr als Freizeit. Das ist wichtig für unsere Gemeinde.

Kinder, die früh in Vereinen oder in der Jugendfeuerwehr aktiv sind, wachsen anders in die Gemeinschaft hinein. Sie haben Ansprechpartner, Aufgaben, Vorbilder und ein Umfeld, in dem sie gebraucht werden.

Genau deshalb ist es aus meiner Sicht sinnvoll, Vereine stärker zu unterstützen.

Aber Unterstützung darf auch mit Erwartung verbunden sein.

Wenn Vereine sich in die Gemeinde einbringen, Jugendarbeit machen, beim Ganztag helfen oder Veranstaltungen tragen, dann sollten wir als Gemeinde auch schauen, wie wir genau diese Vereine gezielter fördern können.

Ganztag und Vereine: Das liegt doch auf der Hand

Ein gutes Beispiel ist der Ganztag an unseren Schulen.

Wir als Gemeinde brauchen Unterstützung im Ganztagsprogramm. Und ganz ehrlich: Wenn bei meinem Sohn zu oft „Spiel & Spaß“ im Stundenplan steht, dann frage ich mich schon, ob da nicht mehr möglich ist.

Gleichzeitig wollen viele Vereine Kontakt zu Kindern und Jugendlichen bekommen.

Also liegt es doch auf der Hand, diese beiden Dinge besser zusammenzubringen.

Erste Vereine sind bereits im Ganztag aktiv. Das ist gut. Aber da geht noch mehr.

Die Gemeinde muss hier stärker koordinieren: Kontakte herstellen, Grundlagen klären, Angebote bündeln und es den Vereinen einfacher machen, sich einzubringen.

Am Ende wäre das eine Win-win-Situation.

Die Schulen bekommen bessere Angebote.
Die Vereine bekommen Kontakt zum Nachwuchs.
Die Kinder lernen neue Dinge kennen.
Und die Gemeinde stärkt ihr Vereinsleben von morgen.

Mehr Leben im Ort

Ich finde auch: Großheide darf wieder mehr zusammenkommen.

Wenn wir nach Hage schauen, können wir heute sagen: In vielen Bereichen haben wir aufgeholt. Aber manches kann man sich trotzdem noch abgucken.

Ein echtes Ortsfest wäre so ein Punkt.

Nicht als Prestigeprojekt. Sondern als gemeinsames Projekt von Vereinen, Feuerwehr, Schulen, Gewerbe, Ehrenamt und Ortsteilen.

So ein Fest kann viel mehr sein als ein schönes Wochenende.

Es kann Vereine sichtbar machen.
Es kann Menschen zusammenbringen.
Es kann den Ort beleben.
Und es kann auch eine Möglichkeit sein, Vereine indirekt zu unterstützen.

Denn vielleicht können wir den Vereinen nicht einfach überall mehr Geld geben. Aber wir können einen Rahmen schaffen, in dem Vereine sich präsentieren, gute Stände bekommen und auch Einnahmen erzielen können.

Wer sich einbringt, soll davon auch etwas haben.

Ich weiß aus meiner beruflichen Arbeit und aus der Mitorganisation der Friesensport-EM 2024, wie viel Planung hinter solchen Veranstaltungen steckt: Sponsoren, Abläufe, Bühne, Helfer, Kommunikation, Sicherheit.

Aber ich weiß auch: Wenn man Menschen gut zusammenbringt, kann daraus etwas entstehen, das einer Gemeinde richtig guttut.

Persönlicher Austausch bleibt wichtig

Bei aller Digitalisierung dürfen wir eines nicht vergessen:

Nicht jeder erreicht uns über Facebook, WhatsApp oder Internetseiten.

Viele Jüngere kommunizieren über WhatsApp, Instagram oder Snapchat. Für viele ältere Menschen steht aber zum Glück immer noch der persönliche Austausch im Vordergrund.

Auch das muss eine Gemeinde ernst nehmen.

Ich möchte als Bürgermeister dafür sorgen, dass es wieder mehr Gelegenheiten gibt, miteinander ins Gespräch zu kommen – gerade auch für unsere ältere Generation.

Ein regelmäßiges Format für Senioren fände ich richtig gut.

Auch hier lohnt der Blick in den Nachbarort. Das „Dämmerschoppen“ in Hage ist ein Erfolgsmodell. Mit passender Musik, einem schönen Rahmen und echter Geselligkeit entsteht dort etwas, das vielen Menschen guttut.

Warum probieren wir so etwas nicht auch in Großheide?

Nicht kompliziert. Nicht riesig. Aber regelmäßig, gut organisiert und mit dem Ziel, Menschen zusammenzubringen.

Menschen zusammenbringen

Für mich ist klar:

Ein Bürgermeister muss nicht alles selbst machen.

Aber er muss Dinge anschieben.
Menschen zusammenbringen.
Zuständigkeiten klären.
Vereine ernst nehmen.
Ortsteile einbinden.
Und dafür sorgen, dass gute Ideen nicht irgendwo hängen bleiben.

Großheide hat viele Menschen, die etwas beitragen wollen.

Wir müssen es ihnen leichter machen.

Mitnanner geiht dat beter.